Rückblick Saison 2018

Einige der über 500 Vögel, die 2018 auf unsere Hilfe angewiesen waren:

junge Blaumeise hungrige Kohlmeisli
junge Blaumeise                                                          hungrige kleine Kohlmeisen

Hausrotschwänzchen Grünfink
dieser junge Hausrotschwanz und seine vier             Grünfink
Geschwister sind bald bereit für die Freiheit

Blaumeisen Blässhühnchen
Blaumeisen                                                                 junges Blässhühnchen

junger Star junger Buchfink
dieser junge Star kam noch fast nackt zu uns,            junger Buchfink
jetzt ist er bereit, auszufliegen

junge Amsel Krähe
junge Amsel                                                                junge Krähe mit Flügelverletzung

Kleiber Blaumeisli nimmt ein Bad
verunfallter Kleiber                                                      Blaumeise nimmt ein Bad

 

Vogelpflegestation Schaffhausen – Jahresbericht 2018

Unser Team

Wir hatten grosses Glück, viel unserer bisher gewonnenen Erfahrung in die neue Saison mitnehmen zu können. Heike Pfeiffer, die bereits als Tierpflegerin im vorherigen Jahr mit dabei war, übernahm neu als Teamleiterin die Verantwortung für die tägliche Arbeit in der Vogelpflegestation. Auch von unseren zahlreichen freiwilligen Helfern waren viele schon das zweite oder dritte Jahr dabei. So waren wir sehr schnell bereit für diese Saison.

So viele Vögel!

Insgesamt kamen 584 pflegebedürftige Vögel in unsere Station, sogar noch ein bisschen mehr als im Jahr zuvor. Zwei Drittel davon waren Jungvögel, die aufgezogen werden mussten, eine anspruchsvolle und aufwändige Aufgabe.

Neben vielen junge Spatzen, Amseln und Hausrotschwänzchen, waren unter den 55 verschiedenen Arten vom kleinsten Zaunkönig oder Wintergoldhähnchen bis zum stattlichen Graureiher alles dabei. Auch acht Rote-Liste-Arten, wie Alpen- und Mauersegler oder Eisvogel waren unter unseren Patienten.

Der heisse und trockene Sommer ging auch an den Vögeln nicht spurlos vorüber. Leider mussten wir dieses Jahr auch besonders viele Katzenopfer behandeln, ob ein Zusammenhang besteht ist ungewiss.

Unser Team hatte auf jeden Fall alle Hände voll zu tun, wie auch die über 2‘400 geleisteten Pflegestunden zeigen.

Freud und Leid

Leider wurde bei starkem Gewitterregen das Grundstück der Pflegestation erneut mehrmals überschwemmt. Unsere Hochwasserschutz-massnahmen verringerten zwar den Schaden enorm, doch einmal reichten auch unsere besten Vorkehrungen nicht, und der Keller stand trotz allem unter Wasser. So steht uns noch mehr Arbeit bevor, die Hochwassersicherung des Gebäudes noch weiter zu verbessern.

Besondere Freude hatten wir dieses Jahr hingegen an verschiedenen Anlässen mit Kindern. An mehreren Führungen für Schulklassen, Jugendgruppen und Ferienpass-Anlässen konnten wir bei den Kindern die Begeisterung und das Verständnis für die Vogelwelt wecken. Den einheimischen Vögeln einmal so direkt zu begegnen ist für viele ein eindrückliches Erlebnis und weckt den Wunsch, diese Tiere zu schützen.

Auch an unserem Tag der offenen Tür stiessen wir auf grosses Interesse. Ein Info-Stand am Happy Nature Day gab uns ebenfalls Gelegenheit, unsere Arbeit zu präsentieren.

Wir möchten an dieser Stelle allen unseren Unterstützern für die gute Zusammenarbeit im 2018 danken.

Ausblick

Wir freuen uns auch in diesem Jahr unser bewährtes Team wieder im Einsatz zu haben. Dennoch stehen wir erneut vor vielen Herausforderungen. Nicht zuletzt müssen wir uns fragen, ob wir für die Vogelpflegestation angesichts der Hochwassersituation doch ein anderes Zuhause suchen müssen. Und auch die wachsende Zahl an Vogelpatienten wird erneut einiges von uns fordern. Dank dem grossen Engagement unserer Spender und Helfer sind wir aber weiterhin zuversichtlich, und freuen uns auf die kommende Saison.